Teil 2: Nördliches und zentrales Hochland

Am 31. Januar 2020 bestiegen wir in La Paz die TMC- Fähre und überquerten den Golf von Kalifornien nach Topolabampo. Hier schlugen wir die kurvige Route über die Sierra Madre Occidentale ein - und nicht jene entlang der Küste. Einen längeren Halt legten wir am Wasserfall von  Basaseachi ein und in Chihuahua fuhren wir mit dem legendären Zug El Chepe in die Kupferschlucht. Danach geht es weiter in der Sierra nach Durango, Zacatecas, ins Gebiet "Huasteca Potosina" und zurück nach San Miguel de Allende. Am 9. März 2020 ging es dann wieder weiter Richtung Mexiko City, wo wir einige Male in der Umgebung hielten, ohne jedoch in die Megacity mit ihren 9 Millionen Einwohner/innen selbst zu fahren (siehe Teil 3).

7.3.20

Vom tropischen Xilitla geht es Kurve um Kurve durchs Biosphärenreservat Sierra Gorda: zuerst zum Nebelwald auf 2500 Meter Höhe hinauf und dann durch  eine (Halb-) Wüste wieder bergab Richtung San Miguel de Allende. Dabei sehen wir Orte, welche weiss sind vom Staub des abgebauten Marmors, grosse Gebiete mit Monagebetrieben und neu aus dem Boden gestampften Wohnsiedlungen sowie den gemäss dem Reiseführer Lonly Planet drittgrössten Monolithen der Welt.



3.3.20

Von Zacatecas fahren wir ostwärts ins zentrale  Hochland. Die Landschaft verändert sich von Stunde zu Stunde: Waren zuerst nur einige Täler grün, so sind es jetzt auch die Hügel und uns kommen Lastwagen hoch beladen mit Zuckerrohr entgegen. Wir sind nun in der Gegend von Huasteca Potesina, welche bekannt ist für Wasserfälle und türkisfarbene Seen und Flüsse. Auch dem schottischen Exentriker Edward James hat es hier im letzten Jahrhundert gefallen und er hat bei Xilitla im Dschungel einen surealistischen Skulpturengarten errichtet.



26.2.20

Vom Nationalpark Sierra de Organos bis und mit Zacatecas: Auf der Fahrt nach Zacatecas machen wir einen Abzweiger zum Pilgerort Plateros, welcher einer der Bedeutendsten von Mexiko sein soll. Am gleichen Tag erreichen wir Zacatecas (130'000 Ew.), welches in einem Tal auf über 2400 Metern liegt. Die obligate Kathedrale ist mit einer üppigen Fassade geschmückt und die Häuser im Kolonialstil sind herrschaftlich. Die Fahrt mit der Seilbahn quer über die Stadt gefällt uns sehr und der Tour in die ehemalige Silbermine zeigt, warum die Besitzer derart stattliche Häuser bauen konnten: Sie setzten die indigene Bevölkerung als Sklaven ein.



24.2.20

Wir fahren von Durango Richtung Zacatecas. Nach nur 1.5 Stunden  bleiben wir im magisch schönen Nationalpark Sierra de Organos hängen.



17.2.20


Von Chihuahua bis und mit Durango: Wir fahren auf der Mex 24. Das Gebiet ist fruchtbar - sofern die Felder bewässert werden können. Wenn nicht, weiden Kühe, Rinder, Pferde und Esel auf dem kargen Boden. Von Zeit zu Zeit gibt es Orte mit Thermalquellen, zum Beispiel die wunderschöne Ojo de Dolores, welche wir ganz für uns alleine hatten. Ausserhalb von Durango stossen wir auf ehemalige Kulissen für Western, wo unter anderem Filme mit John Wayne entstanden. Etwas ausserhalb finden wir - ebenfalls bei einer Thermalquelle - einen Platz zum Campieren. Es hat ein schnelles Wifi. Wir bleiben eine ganze Woche und machen nur einmal einen Abstecher ins Zentrum von Durango.



9.2.20

Fahrt mit dem El Chepe (Chihuahua - Pacifico): Diese Zugslinie wurde gebaut, um Mais, Getreide und Kupfer zu den Häfen zu transportieren. Heute ist sie auch für den Personentransport wichtig. Wir steigen um 6 Uhr morgens in Chihuahua ein. Von 1400 Meter steigt er auf 2400 Meter um nachher bis auf Meereshöhe durch Schluchten, über Brücken (37) und durch Tunnels (87) hinunter zu fahren (eine Kandierin sagte zu uns, es sei wie in der Schweiz ...). Wir selber fahren nicht bis zum Pazifik, sondern steigen in El Fuerte um ca. 20 Uhr aus. Erstmals seit Monaten übernachten wir in einem Hotel, um am nächsten Tag wieder zurück zu fahren.



7.2.20

Chihuahua (800'000 Ew.) liegt auf 1400 Metern. Das Zentrum wiederspiegelt die Vergangenheit als spanische Kolonie und die wichtige Rolle, welche die Stadt während den Unabhängigkeitskämpfen und der mexikanischen Revolution spielte.



6.2.20

Fahrt in die Sierra Madre Occidental nach Chihuahua: Eine Kurve reiht sich an die nächste. Beim Wasserfall im Nationalpark Basaseachi schneit es über Nacht und die Strasse ist am nächsten Tag gesperrt. Gerne verweilen wir an diesem schönen Ort auf benahe 2100 Meter noch eine Nacht bis wir bei schönem Wetter weiter auf die Hochebene von Chihuahua fahren können.



1.2.20


La Paz - Topolabombo - Los Moschis
Die TMC-Fähre verlässt den Hafen von La Paz um 21 Uhr (wir bezahlen für die Überfahrt 6254 Mex $). Schlafen können wir in unserem Fahrzeug und zwölf Stunden später  kommen wir - zusammen mit vielen Lastwagenfahrern - in Topolabombo an und fahren gleich weiter nach Los Moschis.