Mexiko Teil 6 - San Agustin Etla (Fortsetzung)

Am 21. Dezember 2019 reisten wir in Mexiko ein und wegen Covid-19 sind wir seit dem 18. März 2020 in San Agustin Etla in der Nähe von Oaxaca auf einem Campingplatz. Das Dorf befindet sich in hügeliger,  fruchtbarer Landschaft auf 1600 Metern über Meer. Es hat sich auf Beschluss der Einheimischen vor einigen Wochen gegen aussen abgeriegelt und wir fühlen uns hier sehr sicher trotz hoher Covid-19-Fallzahlen in Mexiko. Unser Fahrzeug haben wir seit drei Monaten nicht mehr bewegt, gehen zu Fuss und dies nur bis ins Dorf. Mexiko hätten wir nach einem halben Jahr verlassen müssen, doch es ist nicht absehbar, wann die Grenzen zur USA sowie nach Guatamala und Belize aufgehen werden. Und so dürfen wir aus "humanitären Gründen" weiter hier bleiben und vielleicht wird in den nächsten Wochen ein Reisen innerhalb von Mexiko wieder möglich. Die ab Halifax/Kanada geplante Verschiffung nach Europa Ende Oktober 2020 wird vielleicht nicht möglich sein, und wir erwägen ein Rückverschiffung ab Veracruz/Mexiko oder Baltimore/USA. Planen ist zur Zeit jedoch schwierig und so leben wir in den Tag hinein, was sehr angenehm ist.

8.7.20

Die heutigen Highlights in unserem Dschungel-Camp



7.7.20

Vor gut drei Monaten regnete es hier zum ersten Mal nach der Trockenzeit. Inzwischen sind die Pflanzen ins Kraut geschossen - auch auf den Hügeln - und wir fragen uns, warum in einer derart tropischen Umgebung Kakteen überhaupt gedeihen.



6.7.20

Auch nach mehreren Monaten gibt es hier jeden Tag wieder Interessantes zu sehen



5.7.20

In dreieinhalb Monaten hat man viel Zeit, um Steine und andere Objekte zu bemalen



4.7.20

Einmal mehr sind wir nach Oaxaca de Juárez gefahren, um zu versuchen, unsere Aufenthaltsbewilligung verlängern zu lassen (Juhee: Dieses Mal haben wir ein provisorisches Papier erhalten!). Zum ersten Mal waren wir am Morgen nicht die Ersten und mussten deshalb warten. Zudem musste Ruth wegen dem "ö" in ihrem Nachnamen das Formular nochmals schreiben (gut, hatte sie ihren Computer dabei ...), es bei einem Copyshop drucken lassen, und sich dann wieder hinten anstellen. So lernte sie das Leben in der Stadt für einmal am Nachmittag kennen, wenn mehr Leute unterwegs und die Strassenstände offen sind  (Restaurants und Läden sind immer noch zu). Der Verkaufsschlager sind momentan Gesichtsmasken.



30.6.20

Heute vor 500 Jahren haben zehnttausende von Aztekenkriegern in Tenochtitlan einige hundert Spanier angeführt von Herman Cortes besiegt (80 Männer wurden dann bei lebendigem Leib den Göttern geopfert). Allerdings gewannen die Indios nur die Schlacht und nicht den Krieg, eroberteten doch die Spanier die Stadt bereits ein gutes Jahr später.

In unserer Gegend hatten nicht die Azteken sondern die Zapoteken das Sagen. Deren Hauptstadt Monte Alban liegt 20 km von unserem Dorf entfernt, ist aber wegen Covid-19 geschlossen. Rund um die Täler von Oaxaca liegen aber weitere Pyramiden verstreut, und wir konnten jene des Sanctionario las Penitas besuchen, wo die Spanier eine Kirche auf die Pyramide bauten, und in Hujiazoo.



28.6.20

Heute ist Sonntag, aber dieser scheint sich im Leben vieler Einheimischer kaum von anderen Wochentagen zu unterscheiden: Wir sehen die Leute um uns herum arbeiten wie an allen anderen Tagen auch.




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