Teil 3 - Sizilien
Am 15. Februar 2026 bringt uns die Fähre von Tunesien nach Palermo.
Stand 6.3.26
6.3.26 | Scala dei Turchi (Türkische Treppe) - Die Fotos sprechen für sich: schneeweisse Felsen mit abgerundeten treppenförmige Stufen. | |
4.3.26 | Castelvetrano - Viele Häuser der Kleinstadt Castelvetrano (ca. 30'000 Ew.) haben einen grösseren Renovationsbedarf und vermitteln keineswegs den Eindruck, dass die aktuelle Bewohnerschaft wohlhabend sei. Ein ganz anderes Bild gibt der grosse Friedhof mit den vielen prächtigen Familienkapellen. Hier findet 2023 auch das Oberhaupt des Castelvetrano-Mafia-Clans Matteo Messina Denaro die letzte Ruhestätte. | |
2.3.26 | Selinute - Ein Besuch der archäologischen Stätte Selinute gehört wohl zu jeder Sizilien-Reise. Nun ist das Gelände weitläufig und dies sind nicht die ersten griechischen Tempel, welche wir besuchen. Also beschränken wir uns auf den Osthügel und zoomen die weiter entfernt liegende Akropolis heran. Die Stadt wurde mehrfach verwüstet: von den Karthagern, den Römern ... und von Erdbeben. Einer von drei Osthügel-Tempeln wurde ein Stück weit rekonstruiert, der zweite liegt in Trümmern und der dritte wurde nie fertiggebaut, weil Hannibal 409 v. Chr. mit seinem Heer die Stadt umzingelte. Castelvetrano - Nach dem Besichtigen fahren wir unplanmässig zum nächsten grösseren Ort, da unsere Sim-Karte nicht mehr funktioniert. Einmal dort, gehen wir auch auswärts essen, füllen im Lidl den Schokoladen-Vorrat auf und waschen Kleider. Das alles genügt für heute und wir stellen uns für die Nacht auf den Parkplatz des Kapuzinerklosters. | |
1.3.26 | Cave di Cusa - Vorbei an Olivenhainen und Rebbergen fahren wir zum ehemaligen Steinbruch. Hier gewannen die Griechen Baumaterial für die Gebäude von Selinute. Beim Eintreffen des karthagischen Heers 409 v. Chr. liessen die Steinbrucharbeiter alles liegen und flüchteten. Und so sehen wir heute angefangene bis transportbereite Trommeln für Säulen und dies in einer wunderbar blühenden Natur. Dann fahren wir die wenigen Kilometer weiter ans Meer nach Campobello Di Mazara. Ein offenes Restaurant, welches anderes als Hamburger anbietet, finden wir nicht. Also stellt sich Markus an den Herd und kocht ein feines Sonntagsessen. | |
28.2.26 | Erdbebengebiet von 1968 - Am heutigen Tag reisen wir ins Epizentrum des Erdbebens vom 14./15. Januar 1968, welches mehrere Orte im Westen Siziliens zerstört und Hunderte von Menschen getötet hat. Da ist einmal Nuova Gibellina. Diese Stadt wurde 20 km von der verwüsteten Ortschaft entfernt neu gebaut, wobei Architekten und Künstler ihre Visionen umgesetzt haben (2026 ist sie die "Italienische Hauptstadt der zeitgenössischen Kunst). Der Künstler Alberto Burri überzog dann den vom Erdbeben zerstörte Ort Gibellina Vecchia mit riesigen Betonblöcken, deren Risse "Cretti" dem Verlauf der Gassen folgen (dies ist eines der grössten Land-Art-Werke Europas). Danach fahren wir zur Geisterstadt Poggioreale Vecchia, welche eingezäunt und unzugänglich ist. Auf der Suche nach einem Übernachtungsplatz wird die Strasse je länger desto abschüssiger und enger und endet in einem Sumpf. Umkehren geht gerade noch, hinauffahren auch und so schlafen wir in einem schönen Rebberg. | |
27.2.26 | Salemi - Durch hügeliges Gebiet mit Reben fahren wir zum nächsten grösseren Lebensmittel-Laden. Dieser steht im neueren Teil des Städtchen Salemi. Salemi wurde 1968 durch ein Erdbeben verwüstet und die damals stark beschädigte Altstadt am Berghang wurde nur zum Teil wieder aufgebaut. Ebenfalls gebeutelt wurden die Menschen von der (Salemi-) Mafia, an welche unter anderem ein Museum erinnert. | |
26.2.26 | Therme Segesta - Zuerst durch den stillgelegten Bahntunnel und dann durch blühende Wiesen mit Riesenfencheln geht es zu den Warmwasserpools und wieder zurück. Am Nachmittag spazieren wir auch noch zum Kurbad Segesta um festzustellen, dass es geschlossen ist (wie wir im Nachhinein lesen jeweils donnerstags). | ............................................ |
25.2.26 | Segesta/Archäologische Stätte - Heute ist die Weisicht vom Monte Erice phänomenal. Nach einem Umrunden der Altstadt fahren wir durch fruchtbares Land ostwärts zur archäologischen Stätte Seguesta. DER Hingucker ist hier der Rohbau eines im dorischen Stil errichteten Tempels (ca. 420 v. Chr.). Dieser wurde nie fertiggebaut und blieb intakt stehen (unter anderem deshalb, weil es zu abgelegen war, um seine Steine für andere Bauten wiederzuverwenden). Ein ehemaliges Schweizer Postauto bringt uns hoch zu weiteren Ruinen (Castello, Teatro, ...). | |
24.2.26 | Erice - Von den Salinen aus sieht man den Berg Erice und heute Morgen sind erstmals die Wolken weg. Also nehmen wir die 14 Kehren unter die Räder und fahren zum gleichnamigen Städtchen hinauf. Übers Kopfsteinpflaster flanieren wir von Kirche zu Kirche und von dort zur Festung. Dann ziehen von einem Moment zum andern Wolken auf, es wird kalt und wir verziehen uns ins Womo. | |
23.2.26 | Nubia - Noch immer sind wir nicht richtig in Schwung. Da kommt es uns recht, dass es nicht weit weg von Trapani Meerwasser-Salinen hat. Jene der Familie Culcasi kann man anschauen inklusive einem Museum. Die Vorräte aufgefüllt haben wir schon vorher und schlussendlich finden wir auch noch Wasser bei einem kleinen Hafen am Meer. Alles schön und geruhsam! | |
22.2.26 | Trapani - Für einmal haben wir einen Gast dabei und fahren ohne Halt nach Trapani. Nach dem Abschied besuchen wir die Altstadt. Diese liegt auf einer Halbinsel: Auf der einen Seite ist es schattig und windig, auf der anderen sonnig und warm. Heute Sonntag sind fast alle Geschäfte und Restaurants geschlossen und die Gassen menschenleer. Was uns beeindruckt, sind die Erinnerungen an die Opfer der Justiz, welche die Mafia bekämpft. Den Besuch der Salinen sparen wir uns für morgen auf. | |
21.2.26 | San Vito Lo Capo - Es gibt schlechtere Orte als San Vito Lo Capo, um sich Zeit zum Genesen zu nehmen (Markus). Ruth erkundet unterdessen die Westseite des Kaps mit Kletterfelsen und Grotten. Der viele Regen der vergangenen Wochen hat der Natur gut getan und vieles ist am Blühen. | |
20.2.26 | San Vito Lo Capo - In der Nacht windet es stark und am Morgen tobt das Meer. Trotz schlechter Wetterprognose fahren wir zum Naturschutzgebiet Zingaro. Dieses ist jedoch wegen Steinschlag gesperrt, ebenso - allerdings aus unbekannten Gründen - der Weg zum Monte Monaco Immerhin: die Felswände dieses Berges können wir auf unserer Fahrt aus drei Richtungen sehen. Ebenfalls geschlossen ist der Zugang zum Gelände der ehemaligen Thunfischverarbeitungs-Fabrik. Für die Nacht stellen wir uns für einmal nicht in die vorderste Reihe ... | |
19.2.26 | San Vito Lo Capo - Landschaftlich sind wir in einer sehr schönen Ecke von Sizilien. In dieser gibt es zudem eine gute Wäscherei. Als Übernachtungsplatz haben wir den Leuchtturm ausgesucht. | |
18.2.26 | Castellamare del Golfo - Weiter geht es nach 3 Nächten auf dem Campingplatz Degli Ulivi. Zuerst die Vorräte füllen und dann alles möglichst der Küste entlang fahren. Diese ist voll von Orten, welche zum Bleiben locken. Wir fahren aber weiter bis zu einem "Vista panoramica". Die dortigen Parkplätze liegen bei einem Restaurant und wir erkaufen uns das Bleiberecht mit einer Pizza. | |
17.2.6 | Ausserhalb Palermo - Das Wetter ist stürmisch, das Meer tobt, wir kaufen ein und chillen. | |
14./15,2.26 | Um 22:30 Uhr legt die Fähre in La Goulette ab (und nicht um 23:59 Uhr wie zwei Tage vorher angekündigt). Ruth schluckt Reisetabletten und dies nicht umsonst: Noch nie haben wir eine derart raue See erlebt! Trotzdem, schlafen tun wir gut, und wenn die Erkältungen nicht wären, kämen wir nach 13 Stunden ausgeruht in Palermo an. Weniger schön ist dort, dass nach dem Android-Update sämtliche Offline-Karten verschwunden sind, und auch die E-Sim für Italien nicht funktioniert. Derart blind entschliessen wir uns, anstelle eines Parkplatzes in der Stadt zum Campingplatz zu fahren, den wir bereits kennen, und mangels Vorräten gehen wir auswärts essen. | ........................................... |
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